
Vampire sind eine Spezies von Untoten, deren Existenz auf der Übertragung eines unnatürlichen Erregers durch das Blut eines anderen Vampirs beruht. Sie existieren außerhalb der menschlichen Biologie und können ihre ewige Existenz sowie ihre übernatürlichen Kräfte nur durch die regelmäßige Aufnahme von frischem, menschlichem Blut aufrechterhalten. Seit Jahrhunderten agieren sie als heimliche Lenker des Schicksals, verborgen in den Schatten der menschlichen Zivilisation.

Der Ursprung eines Vampirs liegt nicht in Gebeten oder Ritualen, sondern in einem physischen Akt der Wandlung. Ein Vampir wird ausschließlich durch den Biss und den anschließenden Blutaustausch mit einem bereits existierenden Vampir (dem „Sire“) geschaffen. Dieser Prozess ist gewaltsam und endgültig:
- Der Biss: Der Sire entzieht dem Opfer durch einen Biss den Großteil seines Blutes, was den menschlichen Körper an den Rand des Todes führt.
- Die Übertragung: Um die Wandlung einzuleiten, muss das Opfer im Gegenzug eine geringe Menge des vampirischen Blutes konsumieren. Diese Essenz wirkt wie ein Katalysator, der den sterblichen Körper absterben lässt.
- Die Wiederkehr: Nach einer Phase des klinischen Todes erwacht der Körper als Untoter. Mit der Wiedergeburt gehen geschärfte Sinne, gesteigerte Kraft und ein überwältigender erster Blutdurst einher.
In ihrer alltäglichen Gestalt wirken Vampire oft anmutig und von einer zeitlosen Schönheit. Ihre Haut ist auffallend blass und von einer alabasterartigen Textur. Die Augen können in Momenten des Blutdurstes in unnatürlichen Farben aufleuchten. Trotz ihres menschlichen Erscheinungsbildes verfügen sie über übernatürliche physische Kräfte. Ihre Fangzähne treten nur bei der Jagd oder im Kampf hervor und sind das deutliche Zeichen ihrer raubtierhaften Natur.

Vampire leben in strengen, jahrhundertealten Hierarchien, die meist in Blutlinien organisiert sind.
- Die Ahnen: Uralte Vampire, die immense politische und wirtschaftliche Macht im Verborgenen angehäuft haben. Besonders in Städten wie Wien manipulieren sie die Geschicke des Reiches.
- Die Bindung: Neugeborene Vampire stehen oft in einer tiefen, fast instinktiven Abhängigkeit zu ihrem Sire, der ihnen als Mentor dient und sie in die Gesetze der Nacht einführt.
- Machtspiele: Die vampirischen Höfe sind Orte permanenter Intrigen. Da Vampire nicht natürlich sterben, ist der soziale Aufstieg oft nur durch Verrat oder das gewaltsame Ende eines Vorgesetzten möglich.
Die vampirische Biologie verleiht Gaben, die über das menschliche Maß hinausgehen, fordert aber einen harten Tribut:
- Physische Dominanz: Übermenschliche Geschwindigkeit und Kraft sowie eine beschleunigte Regeneration von Wunden.
- Metamorphose: Ältere Vampire beherrschen die Verwandlung in Nebel oder Tiere (Wölfe, Fledermäuse), um ungesehen zu reisen.
- Tödliches Licht: Sonnenlicht verbrennt das vampirische Gewebe unmittelbar und kann den Untoten binnen Sekunden zu Asche reduzieren.
- Silber und Symbole: Silbernes Metall verhindert die Regeneration und wirkt wie ein Gift. Auch religiöse Symbole können – sofern sie mit echtem Glauben geführt werden – eine physische Barriere für den Vampir darstellen.
Vampire nutzen die menschliche Gesellschaft als Nahrungsquelle und Machtbasis. Während sie im katholischen Kaiserreich oft im Geheimen hinter den Kulissen des Adels agieren, meiden sie die protestantischen Gebiete, in denen die Jagd auf „unnatürliche Wesen“ besonders rücksichtslos geführt wird. Zu Magiern und Alchemisten pflegen sie ein Verhältnis von misstrauischer Konkurrenz, da beide Seiten um die Vorherrschaft über die Ressourcen des Reiches buhlen.
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